Argumentarium

Mehr Zwischen- und Umnutzungen ermöglichen: In Basel fehlen Orte, an denen sich junge Leute in ungezwungenem Rahmen ohne Konsumzwang treffen können. Die Zwischennutzungen auf dem nt-Areal laufen dieses Jahr aus. Dadurch verliert Basel gerade für junge Leute an Attraktivität. Der Kanton leistet zu wenig, um Zwischen- und Umnutzungen zu ermöglichen. Dabei gibt es in Basel einige leerstehende oder unternutzte Industrie- Bahn- Lager- und Verkaufsflächen. Kreativität lässt sich nicht verordnen und der Kanton sollte nicht alles selber machen. Aber er muss durch verschiedene Instrumente (z.B. Vermittlung, Anstossfinanzierung) einen stärkeren Beitrag dazu leisten, dass kulturelle und kreativwirtschaftliche Zwischen- und Umnutzungen solcher Areale stattfinden können.

Günstige Veranstaltungsräume fehlen: Schon heute sind Probe- Atelier- und andere Produktions- sowie geeignete Veranstaltungsräume nicht besonders günstig. Der wirtschaftliche Erfolg Basels, die zunehmenden Raumbedürfnisse von Haushalten und Firmen, sowie die wieder steigenden Einwohnerzahlen führen zu einem zunehmenden Nutzungsdruck. Kulturelle Produktions- und Veranstaltungsräume riskieren seltener und teurer werden. In Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden und Privaten sollte der Kanton dafür sorgen, dass genügend geeignete und preisgünstige Räume zur Verfügung stehen.

Der öffentliche Raum ist für alle da
: Der Kanton sollte die kulturelle Nutzung des öffentlichen Raumes befördern statt behindern. Deswegen sollten die gesetzlichen Grundlagen überprüft werden, wie z.B. der Lärmempfindlichkeitsstufenplan. Das Ruhebedürfnis von Anwohnern in exklusiven Wohnlagen ist zu respektieren, darf aber nicht höher gewichtet werden wie das Interesse von tausenden, nicht nur jungen Besuchern.

Mehr Unterstützung für Jugendkultur: Für die grossen Institutionen der Basler Kultur (Theater Basel, Sinfonieorchester, Museen) gibt der Kanton jährlich dutzende von Millionen Franken aus. Das ist gut so. Aber es ist unverhältnismässig, wenn im Gegenzug jugendkulturelle Aktivitäten nur mit ein paar hunderttausend Franken unterstützt werden.

Niederschwelligen Zugang erhalten und verbessern:
Alle sollen von den bestehenden Angeboten das Basler Kulturinstitutionen profitieren können. Preiserhöhungen (z.B. infolge von Budgetkürzungen) können den Zugang zu diesen Angeboten erschweren, denn gerade Jugendliche mit kleinem Budget reagieren sehr empfindlich auf Preiserhöhungen. Darum soll der Kanton z.B. in Subventionsverhandlungen darauf einwirken, dass die Preise für Studenten-, Lehrlings- und Schülereintritte (und Abonnemente) im Theater Basel in den nächsten Jahren ebenso wenig weiter steigen wie die Semestergebühren für Instrumentalunterricht an der Musikakademie.

Juso Basel-Stadt | Postfach 1618 | 4001 Basel | info@juso-bs.ch
Juso-BS auf Facebook