JUSO Basel-Stadt fordert die Abschaffung der Studiengebühren

26.02.2024

Zum Start des Frühlingssemesters 2024 an der Universität Basel und den weiteren Fach- und Hochschulen in der Region Basel fordert die JUSO Basel-Stadt zum Zweck der Chancengleichheit die Abschaffung der Studiengebühren.

Die JUSO Basel-Stadt hält fest, dass Studiengebühren für viele Studierende eine grosse Belastung darstellen. Diese abzuschaffen wäre ein Beitrag zur Erreichung der Chancengleichheit der Studierenden. David Portmann, Co-Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt meint: “Das Bild einer studierenden Person, die im Eltern-Hotel lebt und nebst dem Studieren auf der faulen Haut sitzt, stimmt mitnichten. Die Semestergebühren stellen indes eine grosse Belastung für Studierende dar."

Die Erträge der Universität Basel belaufen sich auf ungefähr 750 Millionen Franken pro Jahr. Die Semestergebühren der Student*innen gelten als übrige Erträge, die sich aus den Beiträgen der 12'896 immatrikulierten Personen zusammensetzen.

Diese liegen bei Normalzahlenden bei 850 Franken pro Semester. Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) weist einen Ertrag von 450 Millionen Franken pro Jahr aus, bei 13’329 Studierenden, die eine Semestergebühr von 700 Franken pro Semester bezahlen. Somit ergeben Semestergebühren in der Jahresrechnung dieser beiden Bildungsinstitutionen einen überschaubaren Einnahmeposten.

“Während die Semesterbeiträge der Immatrikulierten für die Universitäten und (Fach-)hochschulen ein symbolischer Beitrag bleiben, kommen viele Studierende an ihre finanzielle Grenzen,” sagt David Portmann, Co-Vizepräsident der JUSO Basel-Stadt und ergänzt: “Wenn die Semestergebühr entfällt, bleibt im besten Fall mehr Zeit zum Lernen, weil beispielsweise der zweite Studi-Job nicht mehr vonnöten ist. Das bringt Chancengleichheit!”

In diesem Zusammenhang kritisiert die JUSO Basel-Stadt den von der Uni Basel im Dezember aufgebrachten Vorschlag, die Studiengebühren ab dem zwölften Semester zu verdoppeln. “Wer will, dass die Student*innen schneller studieren, der sollte dafür sorgen, dass die Bildungsinstitutionen für alle bezahlbar(er) und zugänglich werden. So fordern wir die Abschaffung der Studiengebühren oder halt: Reiche Eltern für alle!”, schliesst Ella Haefeli, Präsidentin der JUSO Basel-Stadt.

Es gilt festzuhalten, dass zwar die Möglichkeit, Stipendien zu beantragen, besteht. Diese sind aber weder frei von Stigmata noch erreichen sie wirklich alle, die es nötig hätten. So erreichen viele Studierende die Kriterien nur knapp nicht.

“Die solide Grundfinanzierung durch die Trägerkantone erlaubt es der Universität, attraktiv für Studierende und Forschende zu sein.” So steht es auf der Website der Universität Basel. Die JUSO Basel-Stadt sieht in diesem Zusammenhang jedoch genügend Potential, wie die Uni tatsächlich und vor allem in Sachen Chancengleichheit noch attraktiver werden könnte. Deshalb fordert sie, in Anlehnung an ihr Positionspapier von 2021, die Abschaffung der Studiengebühren.